Interview ‚The Eccos‘ (Gei Timelkam 27. Jänner 2012)
Interviewt wurde: Martin, Gitarrist Eccos:
Interviewerin: Kinga Dula (Hearing the Voice)
Erzähl mal kurz ein paar Worte über eure Bandgeschichte. Euch gibt’s ja schon seit 2002. Wie haben sich die Eccos zusammengefunden?
Martin: Das ist nun wirklich schon sehr lange her, aber ich glaube ich kann mich noch erinnern
Unseren ersten offiziellen Gig hatten wir am 2. November 2002 mit dem Namen The Eccos. Anfänglich noch unter dem Namen „Ecco“ – Das hatte keine größere Bedeutung. Wir wollten einfach einen Namen, der leicht ins Ohr geht und sich jeder merkt. „Geklaut“ haben wir den von einem Megadrive-Spiel „Ecco – The Dolphin“, wo du ein Delphin bist, im Wasser herumschwimmst und irgendwelche Punkte sammeln musst. Leider war dann die Internet-Domäne ecco.com schon belegt, also wurde es „The Eccos“
– klingt blöd, war aber so.
Damals muss ich so zwischen 16 und 17 Jahre alt gewesen sein und unsere frühere Besetzung hat sich eigentlich hauptsächlich durch die Schule zusammengefunden. Außer Philipp, unser Schlagzeuger… er ist mein Bruder, den kannte ich schon ein wenig länger (lacht).
Wie es in so Skabands leider ist, ist das mit so viel Leuten in der Band über die Jahre hinweg schwer zu managen und so sind Freunde gekommen und gegangen, aber so wie wir momentan zusammenspielen, tun wir das jetzt schon seit 2006. Und das passt vom musikalischen bis hin zum zwischenmenschlichen eigentlich voll. Wir haben schon immer ein „murds-gaudi“ wenn wir unterwegs sind und freuen uns abgesehen auf die Gigs auch immer sehr dass WIR uns wieder sehen. (Ausser Andi, der hasst Menschen, Pflanzen auch… Steine sind OK (lacht) – Nein,… .nur Spaß)
Wie würdet ihr eure musikalische Entwicklung sehen, von 2002 bis heute? Und was ist euer musikalisches Markenzeichen, was euch unverkennbar macht?
Martin: Wir machen von Anfang an eigentlich SkaPUNK mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Sänger und 2 Trompeten. Was anderes wollten und wollen wir eigentlich auch nicht. Obwohl man schon sagen muss, die Zeiten sind schon andere geworden. Sooooo „in“ wie das früher einmal war, ist es heute glaub ich nicht mehr. Kids von heute fahren eher auf diese HC-Schiene total ab. Aber ich denk mal, unsere Zeit wird sicher auch wieder kommen bzw. ist Skapunk ja doch irgendwie „zeitlos“ ![]()
Was uns unverkennbar macht? Das ist eine leichte Frage: Unser mexikanischer Sänger, Miguel, der seit 2006 bei uns singt, ist sicher der „Exot“ in der Truppe, der uns damit sicher zu einem kleinen „speziellen Status“ verholfen hat. Man sagt ja immer „Alles im Leben hat auch immer eine Kehrseite“. Es gibt in der Heimatstadt unseres Sängers, Aguascalientes, eine Schrei-Band mit österreichischem Sänger. Die waren kürzlich erst hier in Wien und sind auch Bekannte von ihm. „Here Comes The Kraken“ oder so hießen die. Find ich ganz lustig irgendwie
Ihr macht seit Beginn eurer Bandgeschichte Skapunk. Habt ihr irgendwelche Vorbilder? Und wie hat sich
Ska-Musik für euch bzw. für dich in den letzten Jahren geändert?
Martin: Puuuhhh wo fang ich da an. Was wir sicher alle gern hören sind unsere „klassischen Bands“ wie Streetlight Manifesto, Locos und Ska-P, Mighty Bosstones, Less Than Jake etc. aber richtige Vorbilder kann man gar nicht sagen. Ich denk mir zwar oft „Ah diesen Teil von dieser Band den flader ich jetzt einfach mal so, den find ich cool… Jedoch beim Lied-Schreiben selbst, kommt dann eh wieder alles anders und hat dann mit der ursprünglichen Sache, die ich fladern wollte, nix mehr zu tun (lacht).
Zurzeit nehmt ihr eine CD auf, die dieses Jahr noch herauskommen wird. Kannst du uns da schon was verraten? Wie wird sie heißen? Wie wird sich euer neues Release von „Know the Ropes“ unterscheiden?
Martin: Der nächste Release den wir rausbringen wird ein Split-CD mit der Wiener Neustädter Band GPF sein. 5 oder 6 Lieder pro Band. Der große Unterschied zu Know The Ropes wird sein, dass wir alle Songs in Eigenproduktion zu Hause im Proberaum einspielen und dann mit GPF mischen und mastern lassen. Was euch erwarten wird, ist eine ausgewogenere Balance zwischen tanzbaren und “pogbaren” Eccos-Liedern. Den Titel verrate ich euch noch nicht… da ich ihn selber noch nicht weiß (lacht).
Woher bekommt ihr die Inspiration für eure Texte?
Martin: Das ist sehr unterschiedlich. Meistens sind es Sachen die uns passiert oder betroffen haben oder uns einfach nur beschäftigen. Das reicht von sozialkritischen bis persönlichen Themen. Der ein oder andere Song ist uns aber sicher auch nach dem einen oder anderen Hopfen-Getränk in den Kopf geschossen
Im März/April 2011 ward ihr auf 3-wöchiger Headliner Tour in Mexiko und in der Karibik. Wie unterscheidet sich das Touren in Europa vom Touren in Mexiko? Was war das größte/schrägste Erlebnis auf der Tour?
Martin: Die Mexiko-Tour war mit Abstand sicher das Größte, das wir bisher erreicht haben. Als österreichische Band, in unserer Größenordnung, kann man schon ein bisschen stolz sein darauf
Die Leute dort haben uns alle mit offenen Armen empfangen und getanzt, CDs und T-Shirts gekauft, wie ich es sonst nirgendwo erlebt. Reich sind wir dadurch natürlich nicht geworden, eher im Gegenteil.
Trotzdem würden wir das ganze 2013 wiederholen und dann aber vielmehr in Eigenregie planen.
Ihr habt ja schon mit einigen bekannten Bands die Bühne geteilt, wie z.B. Pennywise, Streetlight Manifesto, RX-Bandits, Far From Finished usw. Gibt es eine Band mit der ihr unbedingt mal spielen möchtet? Welche ist es? Und warum?
Martin: Mit Bon Jovi!! Mehr Leute hätten wir vor der Bühne sicher noch nicht gesehen (lacht). Ne, eigentlich haben wir da keine speziellen Wünsche.
Gibt es noch ein Leben außerhalb der Eccos^^?
Martin: Selbstverständlich. Philipp, Andi und ich leben zusammen in einer “Band-WG”. So ein Haus muss auch irgendwie in Schuss gehalten werden. Dann haben wir alle nebenbei natürlich unsere Jobs, ich mach nebenbei noch in einer Location in Hollabrunn regelmäßig Konzerte und meine knapp 3-jährige Tochter, die natürlich auch allem voran steht. Deshalb kann es schon mal passieren, dass für die Eccos ein bisschen weniger Zeit über bleibt.
Was sind eure Pläne für das Jahr 2012 und eure Pläne für die Zukunft?
Martin: Für heuer sind wir schon froh, wenn wir unsere Split-Cd rausbringen und natürlich Konzerte spielen, Konzerte spielen und Konzerte spielen.
Das letzte Wort hast du, Martin. Möchtest du noch was hinzufügen?
Martin: Danke Kiki, für das Interview. An alle die dieses Interview lesen. Schaut auf unsere Homepage www.theeccos.com oder liked uns auf Facebook, hört euch unsere (bald neuen) Lieder an und kommt zu unseren Konzerten, nehmt euch ne CD und ein T-Shirt mit und trinkt ein Bier mit uns. Wir würden uns freuen!!!
Bis Bald – Danke
By: Kinga Dula
Follow us on Twitter: Hearingthevoice
Like us on Facebook: Hearing the voice









